Wir alle kennen das: Die Physiotherapeutin gibt uns Übungen mit, die Beschwerden lindern oder die Beweglichkeit verbessern. Anfangs sind wir motiviert, aber nach ein paar Tagen oder Wochen schleichen sich Ausreden ein. Die Übungen werden seltener, dann gar nicht mehr gemacht.
Die unsichtbaren Hürden in unserem Kopf
Warum ist das so? Die Antwort liegt oft nicht im mangelnden Willen, sondern in unserer Psychologie. Unser Gehirn ist darauf programmiert, Energie zu sparen und den Weg des geringsten Widerstands zu wählen. Heimübungen bedeuten Anstrengung, Zeit und oft auch Unbehagen – kurzfristig jedenfalls.
1. Der Mangel an sofortiger Belohnung
Unser Gehirn liebt schnelle Erfolge. Leider zeigen Heimübungen ihre Wirkung meist erst nach Wochen konsequenter Durchführung. Das macht es schwer, motiviert zu bleiben, wenn wir nicht sofort Ergebnisse sehen.
2. Keine festen Routinen
Anders als der Termin in der Physiotherapie-Praxis haben Heimübungen keinen festen Platz in unserem Alltag. Ohne feste Routine werden sie leicht vergessen oder zugunsten anderer Aktivitäten verschoben.
3. Perfektionismus-Falle
Viele Menschen denken: „Wenn ich die Übungen nicht perfekt mache, bringen sie nichts." Dieser Perfektionismus führt oft dazu, dass wir gar nicht erst anfangen.
„Der beste Trainingsplan ist der, den Sie tatsächlich durchführen. Lieber 5 Minuten täglich als ein perfektes 30-Minuten-Programm, das Sie nie machen."
Strategien für mehr Konsequenz
Die gute Nachricht: Mit den richtigen Strategien können Sie Ihre Heimübungen zur Gewohnheit machen.
Verknüpfen Sie Übungen mit bestehenden Gewohnheiten
Machen Sie Ihre Übungen direkt nach dem Aufstehen, vor dem Zähneputzen oder nach dem Kaffee. Indem Sie sie an eine bestehende Routine koppeln, werden sie automatisch zum Teil Ihres Alltags.
Starten Sie klein
Beginnen Sie mit nur 2-3 Minuten täglich. Das klingt lächerlich wenig, aber es geht darum, die Gewohnheit zu etablieren. Sobald Sie regelmässig üben, können Sie die Zeit steigern.
Schaffen Sie visuelle Erinnerungen
Legen Sie Ihre Matte an einen Ort, an dem Sie sie täglich sehen. Nutzen Sie Handy-Erinnerungen oder kleben Sie sich einen Zettel an den Badezimmerspiegel.
Feiern Sie kleine Erfolge
Führen Sie ein einfaches Übungstagebuch oder nutzen Sie eine App. Jeder Haken, den Sie setzen können, gibt Ihrem Gehirn eine kleine Belohnung.
- Woche 1-2: Fokus auf Regelmässigkeit, nicht Perfektion
- Woche 3-4: Langsame Steigerung der Übungsdauer
- Ab Woche 5: Die Gewohnheit beginnt sich zu festigen
- Ab Woche 8: Übungen werden zum automatischen Teil des Alltags
Unsere Unterstützung für Ihren Erfolg
In unserer Praxis für Physiotherapie in Frauenfeld und Kreuzlingen zeigen wir Ihnen nicht nur die richtigen Übungen – wir helfen Ihnen auch, diese in Ihren Alltag zu integrieren. Gemeinsam entwickeln wir einen realistischen Plan, der zu Ihrem Leben passt.
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Wir zeigen Ihnen effektive Übungen und helfen Ihnen, diese zur Gewohnheit zu machen.
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